
Eine kleine Anzahl von Zwiebel- und Knollenblühern möchte im August gepflanzt werden; dazu gehören die Herbstkrokusse und ihr entfernter Verwandter, der Gewitterkrokus oder Goldkrokus, Sternbergia lutea. Auch Colchicum, die Herbstzeitlosen, werden im August gepflanzt; all diese blühen noch im selben Herbst, in dem sie gepflanzt werden.
Außerdem pflanzt man im August Madonnenlilien, die dann vor dem Winter noch schnell eine kräftige Blattrosette bilden und im nächsten Juni blühen. Auch Frühlingslichtblumen, Bulbocodium vernum, gehören im August/September in den Boden. Sie verschönern uns den Spätwinter mit ihren zierlich-romantischen Blüten. Sie schließen sich dann, wenn die Krokusse blühen.
Herbstblühende Krokusse sind im Mittelmeerraum und Kleinasien heimisch. Sie schätzen durchlässigen, leichten und doch nährstoffreichen Boden und vollsonnige Standorte.
Um zuverlässig zu blühen, müssen die Knollen im Sommer am warmen, trockenen Standort ausreifen können. Nur der heimische Prachtkrokus, Crocus speciosus, gedeiht problemlos auch in lichtem Schatten und etwas feuchterem Boden.
Gepflanzt werden Herbstkrokusse 6 bis 10 Zentimeter tief im August, am besten in größeren Gruppen. Wie alle Zwiebel- und Knollengewächse freuen sie sich über eine Gabe organischen Volldünger im Pflanzloch.
Herbstkrokusse verzaubern den herbstlichen Garten mit ihren zarten, blauvioletten Blütensternen. Am schönsten wirken Herbstkrokusse, wenn sie in großen Kolonien verwildern dürfen. Besonders willig vermehren sich Crocus speciosus und Crocus kotschyanus.
Leichte, frühe Fröste schaden den Herbstkrokus-Blüten nicht. sie schließen sich dann einfach und warten, bis es wieder wärmer ist. Kurz nach der Blüte erscheint das Laub, das den Winter über stehen bleibt.
Besonders schön sind Herbstkrokusse im Steingarten, der ja gerade im Herbst sonst nicht allzu viele Blüten zu bieten hat, und am Gehölzrand. Gerade die kleineren Arten kann man auch gut in Töpfe pflanzen und ins Beet stellen, wenn die Krokusse Blühen - im Winter dürfen die Töpfe dann irgendwo hin, wo es winterlich kühl und trocken ist. Damit erspart man ihnen unseren nassen Winter, den sie so gar nicht mögen. Empfindliche Arten im Freiland freuen sich über einen Winter(nässe)schutz aus Reisig oder Tannenzweigen.
Herbstkrokus - ein Vorgeschmack auf den FrühlingLeuchtende Blütenträume in welkem Laub, in puderrosa, pink oder purpur, frühlingsfrischer Glanz im herbstlichen Garten:
Herbstzeitlose, auch Nackte Jungfern, Dames sans Chemise oder Naked Ladys genannt, bringen Licht und Farbe in die herbstliche Tristesse.
Colchicum gehören zu den Liliengewächsen. Auf den feuchten Wiesen Mitteleuropas heimisch ist Colchicum autumnale; dort blüht sie von Ende August bis Ende Oktober. Aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien kommen größere und ausdrucksstärkere Arten und Sorten, die Trockenheit besser vertragen als Colchicum autumnale und viele Ecken in unseren hiesigen Gärten verzaubern können.
Es gibt viele unterschiedliche Arten und Sorten, auch solche, bei denen Laub und Blüten zeitgleich erscheinen; aber alle von uns angebotenen Herbstzeitlosen produzieren im Herbst nur Blüten und kein Laub - dieses erscheint dann im Frühjahr darauf. Es ist frischgrün und glänzend und fügt sich gut zwischen Gruppen von späten Tulpen oder bunten Polstern von Lungenkraut oder Steinbrech ein. Keinesfalls sollte man das Laub im Frühjahr abschneiden - die Zwiebel braucht es, um Kraft für die nächste Blüte zu sammeln. Die Blätter ziehen im Frühsommer wieder ein. Die Blattschöpfe der Herbstzeitlosen sind zum Teil recht mächtig - das sollte man bei der Pflanzung im Hinterkopf haben. Deswegen eignen sich Herbstzeitlose für den Steingarten auch nur bedingt.
Die Herbstzeitlosen mögen gerne sommertrockene Standorte mit einer feuchteren Frühjahrszeit. Sie bevorzugen Sonne oder lichten bzw. Halbschatten und nahrhaften, frischen, feuchten Boden. Gepflanzt werden Herbstzeitlose im August. Man sollte sie - je nach Größe der Zwiebeln - 10 bis 20 cm tief setzen und etwas organischen Volldünger mit ins Pflanzloch geben.
Pflanzen Sie sie in größeren Gruppen am Rand von Gehölzen.
Alle Colchicum-Pflanzenteile sind giftig.
Herbstzeitlose - Farbe und Licht für den Herbstgarten